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AUBERGE EMANUEL

Meine Reise hat vor vielen Jahren begonnen. Heut bin ich an einer Position angelangt, die mich befähigt den nächsten großen Abschnitt zu entdecken. Dies will ich gerne mit Euch teilen.  

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Hier erzähle ich die Geschichte der Auberge Emanuel. Sie ist ein Teil meiner persönlichen Lebensgeschichte. Wie es dazu kam, das erzähle ich in diesem Teil meines Blogs..

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SONNE UND WIND

LAND UND MEER

EINS SEIN MIT ALLEM WAS IST

ERSTER SCHULTAG

Veröffentlicht am 08.09.2019

Das Wetter ist – wie in Bayern üblich zum ersten Schultag ziemlich „üsselig“. Nee, das sagt in Bayern niemand. Mir gefällt das Wort, es passt. Der Himmel ist grau, es nieselt leise und zwischendurch darf es auch mal aufhören. Die Temperaturen mahnen ziemlich deutlich, dass der Sommer nun vorbei ist und man sich doch bitte auf den mitteleuropäischen Herbst einzustellen habe.

Ich sehe Eltern mit Schultüten und Kinder in neuer Kleidung, Großeltern die gespannt und stolz den Tag mit ihrer Familie feiern.

Ich bin wie in Trance. Meine Gefühle sind vorsichtshalber eingefroren. Meine beiden Kinder beginnen heute ein neues Schuljahr und ich weiß nicht darüber. Gar nichts. Ich versuche keine Erinnerungen an die jeweilige Einschulung zuzulassen. Konzentriere mich auf meine Arbeit und bin froh am Nachmittag nach Hause gehen zu können.

Ich gehe in mein Wohnzimmer-Atelier und bereite meinen Mal Platz vor. Mit dunklem Blau, Rot, Schwarz entsteht ein dunkles violett geprägtes Bild. Es zeigt kein Motiv. Es sind Formen die den gesamten Bildraum ausfüllen und eine gedrückte Stimmung erzeugen. Noch heute, wenn ich an das Bild denke, erzeugt es Druck in meinem Kopf. Mein Herz ist wie betäubt. Anders ist diese Situation nicht auszuhalten.

Ich male bis meine Tränen anfangen zu fließen und ich irgendwann nur noch weine. Weine bis ich leergeweint bin. Längst schon bin ich im Bett gelandet und finde dann irgendwie auch in den Schlaf. Niemand ist da, der mein Bild anschaut oder mit dem ich darüber reden kann. Am nächsten Tag geht mein Leben weiter: Arbeiten, Geld verdienen, Unterhalt zahlen. Ich funktioniere.

Das Bild habe ich nie jemandem gezeigt. In dem Jahr, in dem mein jüngstes Kind Abitur machte habe ich es vernichtet. Damals waren wir wieder im Kontakt. Es hat viel Zeit und Geduld gebraucht diesen Kontakt wieder herzustellen. Heute ist es gut. Nur manchmal tut der Blick in die Vergangenheit noch ein bisschen weh. Dann schaue ich auf das, was JETZT ist. Dankbarkeit erfüllt mich!

Das erinnert mich dann an mein Geschenk für diese Welt: Ich begleite Elternteile, die nach der Trennung/Scheidung keinen Kontakt ohne ihre Kinder sind. Ich weiß wie es sich anfühlt und ich habe es überlebt.