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AUBERGE EMANUEL

Meine Reise hat vor vielen Jahren begonnen. Heut bin ich an einer Position angelangt, die mich befähigt den nächsten großen Abschnitt zu entdecken. Dies will ich gerne mit Euch teilen.  

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Hier erzähle ich die Geschichte der Auberge Emanuel. Sie ist ein Teil meiner persönlichen Lebensgeschichte. Wie es dazu kam, das erzähle ich in diesem Teil meines Blogs..

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SONNE UND WIND

LAND UND MEER

EINS SEIN MIT ALLEM WAS IST

Frischer Wind für Emanuel

Veröffentlicht am 27.07.2019

Da sitze ich nun auf meinem Ameisenhaufen, wie mein damaliger Partner es nannte. Das war als ich das letzte Mal in Korsika war. Er hatte gemeint ich solle die Ruine verkaufen. Und ich hab es gemacht. Das heißt, ich wollte das machen. 

Es ging nicht. Die Käufer hatten alles schon vorbereitet und gingen mit ihrer Architektin zur Ruine. Die sagte, man könne da nicht bauen, weil die höher gelegene Nachbarruine einsturzgefährdet sei und dazukaufen ging damals auch nicht, weil die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt waren. So machten sie einen Rückzieher. Sie waren traurig. Ich nicht. Irgendwie war es mir damals neutral. Sollte halt nicht sein.

Ich hatte 2 Jahre zuvor, als ich alleine in Korsika war, eine visionäre Idee gehabt:

Die ganze Ruinengruppe - sie sind aneinandergeklebt wie ein Sixpack – zusammenfassen und daraus ein Heilzentrum bauen! Einen Platz für Urlaub, Retreat und Heilung. Die Gartenparzellen die unterhalb am Hang liegen könnte ich dazu pachten, dann kann Selbstversorgung stattfinden.

Ich wusste, dass ich es nicht alleine tun könnte. Ich hatte keine Idee wie es sein könnte. Natürlich – Menschen finden die mitmachen. Das war schon immer die Idee gewesen.

Auch als ich nur ein kleines Haus bauen wollte auf dem Grundstück, das Ludwig gehört hatte, das so aussehen sollte, wie es der ursprüngliche Bauplan vorsah. Ich stellte mir damals vor, dass ich den Menschen, die mir dabei helfen, Gutscheine gebe mit denen sie dann dort Urlaub machen können.

Das werde ich übrigens auch jetzt umsetzen. Wenn Du also das hier liest und begeistert bist davon in Korsika Urlaub gegen Hand zu machen und Du bist jemand, der handwerklich geschickt und tatkräftig ist, dann bewerbe Dich jetzt bei mir über das Kontaktformular in meinem Blog. Schreib einfach was Du kannst und wer Du bist, dann antworte ich Dir.

Zurück zu den Ameisen: üblicherweise pinkeln sie mich mit Freude an und ich reagiere allergisch. Hier in Korsika ist das komplett anders: sie lassen mich in Ruhe! Sie krabbeln über mein Zelt und unten durch. Selten dass einmal eine in die Schlafkabine kommt. Ameisen sind im schamanischen Weltbild Krafttiere. Sie haben eine Botschaft für uns wenn sie auftauchen. Sie stehen für Gemeinschaft und dafür, dass man es alleine nicht schaffen kann. Ziemlich passend!

Gerade schiebt sich die Sonne wie eine Orange zwischen blauen Wolken über dem Hügel hervor. Ich sitze früh am Morgen auf dem Campingplatz vor meinem Zelt um zu schreiben. Eine Aaskrähe begrüßt den Tag, eine andere antwortet Krah-krah-krah, eine Taube gibt ihr guhhguhhguh zum Besten. Verschiedene andere Vogelstimmen runden das Konzert ab und im Hintergrund ist das ewige Rauschen der Wellen zu hören. Ein Bootsmotor brummt kurzzeitig dazwischen. Alles ist irgendwie entspannt.

Mein Besuch beim Bürgermeister war übrigens erfolgreich: ich bekomme einen Termin. Man hat mir auch gleich einen Bauantrag in die Hand gedrückt und ich konnte herausfinden dass einige der Ruinen, die ich für mein Vorhaben zukaufen will, der Commune Rogliano gehören. Von 2 weiteren Besitzern gibt es nur Namen, keine Adresse. Ich selber stehe gar nicht im Grundbuch, obwohl mein Erbe schon längst eingetragen ist.

Also muss ich zur Notarin, die dies vor Jahren für mich regeln sollte. Vielleicht weiß sie ja auch etwas über die Besitzer der anderen Grundstücke. Es sind 2 Parzellen am Rand, die ich nicht unbedingt benötige, mit denen ich bisher aber gerechnet hatte. Ich bin gespannt wie es sich entwickelt und halte meinen Focus weiterhin darauf, das ganze Areal zu bekommen.

Nachdem ich einen Termin bei der Notarin erhalten habe setze ich mich hin und sortiere den Korsika-Ordner. Ich nehme den gesamten Schriftverkehr, auseinander, lese hier und da einen Brief. Ludwig hat das Grundstück, das damals schon einen Ruine war, von einem Nachbarn überlassen bekommen im Austausch für Gefälligkeiten, wie er es in einem Brief beschreibt. Er hat dann eine kleine Ecke dazugekauft, auf der befand sich eine kleine Ruine in der die Nachbarn ihren Grünschnitt abgelegt haben. Das war damals also schon genauso wie heute, denke ich und lese weiter. Die Dame die er anschrieb war nicht die Besitzerin. Also auch hier: die gleichen Themen wie heute: wem gehört das Grundstück?

Ludwig hat es damals geschafft das kleine Stück dazuzukaufen und sein Projekt vorzubereiten. Es gab sogar eine Baugenehmigung, die natürlich nicht mehr gültig ist. Wenn er das geschafft hat, dann schaffe ich das auch! Bis dahin und noch weiter! Ich weiß dass ich es durchziehen werde. Wenn ich länger oder früher mit Ludwig zusammen gewesen wäre, dann stünde das Haus jetzt. Aber so – hab ich den zusätzlichen Lernprozess und das ganze große Projekt:

Frischer Wind für die Auberge Emanuel!

Also ich später auf das Bergdorf zu fahre und anhalte um Bilder zu machen erfüllt mich Freude und Dankbarkeit! Ich bin so glücklich. Ja, hier ist mein zuhause. Emanuel ist spürbar. Eine Freundin hat mich vor ein paar Tagen erinnert: Emanuel ist auch einer der Namen von Jesus. Ja, ich weiß. Es bedeutet „Gott ist mit uns“.