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AUBERGE EMANUEL

Meine Reise hat vor vielen Jahren begonnen. Heut bin ich an einer Position angelangt, die mich befähigt den nächsten großen Abschnitt zu entdecken. Dies will ich gerne mit Euch teilen.  

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Hier erzähle ich die Geschichte der Auberge Emanuel. Sie ist ein Teil meiner persönlichen Lebensgeschichte. Wie es dazu kam, das erzähle ich in diesem Teil meines Blogs..

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SONNE UND WIND

LAND UND MEER

EINS SEIN MIT ALLEM WAS IST

Liebesgeschichte

Veröffentlicht am 27.08.2019

Ich saß im Zug. Das Ticket hatte ich geschenkt bekommen. Ein Freund, der ein übertragbares Monatsticket besaß, dass er für den Weg zur Arbeit benötigte hatte den restlichen Monat Urlaub. So fuhr ich also mitten in der Woche einfach abends mal eben so von Regensburg nach München. Und dann weiter mit der S-Bahn nach Ebersberg. Ich hatte eine Einladung zu einer Vernissage bekommen.

 

Mein Kunsttherapie-Lehrer hatte mich eingeladen. Er hatte unsere Ausbildungsgruppe durch 9 Monate Selbsterfahrung begleitet und war nun seit einigen Monaten nicht mehr dort als Dozent tätig, sondern wollte sich ganz der bildenden Kunst widmen.

 

Ich hatte Schmetterlinge im Bauch. Wieso eigentlich? 

Ich schob den Gedanken beiseite.

Ich freute mich auf die Bilder!

  

Eine kleine Kostprobe hatte ich im kleinen vertrauten Kreis der Selbsterfahrungsgruppe schon gesehen: Aktzeichnungen, mit Tusche koloriert im Postkartenformat. Man könne auf jedem Format monumental malen, hatte er gesagt, die persischen Miniaturen beweisen das. Morandi und Rodin hatten ihn inspiriert. „Ich stelle mir vor, wie ich mit meinen Fingern auf ihrer Haut die Konturen entlang streiche, während ich das male.“ Gänsehaut!

 

Dann die Ausstellung. Auf riesigen Platten Bild an Bild. Schwarz-weiß und in Farbe. Zu 90% waren es tatsächlich Aktbilder. Sie vermittelten mir große Liebe und Achtsamkeit und einen Hauch von Erotik. „So möchte ich gesehen werden!“ konnte ich nur denken. 

Es war wie üblich auf Vernissagen: es gab Reden und Wein und man hatte Gelegenheit mit dem Künstler zu sprechen. Unser Austausch ging auch über den aktuellen Stand der Suche nach einem Gefährten, einer Gefährtin. Wir waren ja beide auf der Suche. Immer noch. Ich war wie in Trance. Geflashed von den vielen wundervollen Bildern fuhr ich nach Hause. 

 

Am nächsten Tag nach der Arbeit nahm ich das Telefon zur Hand. Wählte seine Nummer. Er war gleich dran und ich wusste gar nicht was ich sagen sollte. Ich druckste herum. Ich wolle nicht wieder so lange Zeit vergehen lassen bis wir wieder im Kontakt sind, sagte ich. Was willst Du wirklich? fragte er.

Könntest Du Dir eine Beziehung mit mir vorstellen?

 Er konnte. Am folgenden Wochenende fuhr ich nach München. Wir wollten es testen. Einige Wochen später fuhren wir zusammen nach Venedig. Mit dem Nachtzug. Wir wohnten in einem kleinen altmodischen Hotel am Lido: Grüne Plüschsessel und ein französisches Bett. Jeden Morgen Schwimmen im Meer und dann auf, in die Kunstszene! Die Berlinale, die alten Meister… und natürlich gab es heiße Nächte und ausführliche Siesta… wir waren auf Wolke 7.

 

Unser Glück währte 20 Monate. Dann musste er gehen.

In die andere Dimension.

Sein Vermächtnis:

Das Grundstück in Korsika, das jetzt die Basis bildet für die Auberge Emanuel.

Ich bin voller Dankbarkeit für diesen wundervollen Menschen, Ludwig Friedrich Seyfried,

der mein Leben so besonders beschenkt hat!