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AUBERGE EMANUEL

Meine Reise hat vor vielen Jahren begonnen. Heut bin ich an einer Position angelangt, die mich befähigt den nächsten großen Abschnitt zu entdecken. Dies will ich gerne mit Euch teilen.  

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Hier erzähle ich die Geschichte der Auberge Emanuel. Sie ist ein Teil meiner persönlichen Lebensgeschichte. Wie es dazu kam, das erzähle ich in diesem Teil meines Blogs..

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SONNE UND WIND

LAND UND MEER

EINS SEIN MIT ALLEM WAS IST

Es gibt immer einen Weg

Veröffentlicht am 16.12.2019

Lies heute wie ich mit meinen Kindern Weihnachten gefeiert habe, als wir keinen Ort dafür hatten. 

Weihnachten im Wald.

 

Das kleine rote Auto hielt am Waldrand.

Mutter und Kinder stiegen aus.

Den gefüllten Korb nahmen sie mit.

 

Die drei stiefelten in das verschneite Waldstück hinein. „Schau mal, Mama, dieser hier ist schön!“ Die kleine Fichte hatte dichte Zweige bis ganz unten und sah tatsächlich aus wie ein Weihnachtsbäumchen.

Gemeinsam schmückten sie das Bäumchen mit Gaben für die Tiere: Maiskolben an Schnüren weiter oben für die Vögel, Karotten auf die unteren Zweige für die Hasen und einige Strohsterne.

Dann durften die Kinder sich umdrehen. Die Mutter holte die Geschenke aus ihrem Rucksack und legte sie zwischen die Zweige des Baumes. Das Glöckchen klingelte. Die Kinder drehten sich um. Es gab Kinderpunsch aus der Thermoskanne und Plätzchen. Und natürlich wurden die Geschenke ausgepackt!

Danach sammelten sie ein, was nicht im Wald bleiben durfte und stapften den Pfad durch den verschneiten Winterwald zurück. Es war ja so romantisch!

 

 

War es das? Nun, es war das Beste was sie in dieser Situation machen konnten. Die Kinder lebten damals beim Papa und wollten oder sollten die Wohnung der Mutter nicht betreten. Treffen fanden immer nur im öffentlichen Raum statt.

Weihnachten in einem Lokal feiern? Nein, das wollte sie nicht! Und die Verbindung zur Natur, zu den Tieren im Wald war damals schon etwas, das sie mit ihren Kindern teilte.

 

 

 

Wenn ich heute auf dieses ganz spezielle Weihnachten schaue, dass ich damals mit meinen Kindern feierte, dann sehe ich einen langen Weg. Meine Kinder lebten damals beim Papa und wollten mich nicht besuchen. Es sei sehr anstrengend ständig hin und her zu wechseln, weil es bei mir so ganz anders sei als beim Papa, sagten sie damals und ich kannte ja ihren Vater und wusste wie manipulativ er sein konnte.

 

Und ich war kreativ: Mit diesem Weihnachtsfest habe ich eine bleibende Erinnerung geschaffen, die Naturverbundenheit meiner Kinder vertieft, und ihnen ein Fest bereitet, als es sozusagen nichts zu feiern gab. Ich habe davon abgesehen schlecht über den Papa zu reden und ich habe mich auch nicht in irgendwelche Kämpfe hineinbegeben.

 

Dieses Weihnachtsfest 2004 war noch nicht der Tiefpunkt. Ein Jahr später gab es gar kein Treffen zu Weihnachten. Es dauerte 5 Jahre bis wieder ein Annäherung stattfinden konnte. Meine Kinder sind inzwischen erwachsen und wir haben ein freies, vertrauensvolles Verhältnis.

Ich begleite Elternteile, die nach der Trennung ohne die Kinder sind. Ich weiß wie es sich anfühlt. Ich weiß dass es möglich ist es zu überleben und ich weiß auch, wie es möglich ist nach einer Phase in der es keinen Kontakt gab wieder eine Beziehung aufzubauen.

Geht’s Dir aktuell so ähnlich, wie es mir damals ging? Möchtest Du Begleitung durch diese schwierige Zeit? Ich bin gerne für Dich da!