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AUBERGE EMANUEL

Meine Reise hat vor vielen Jahren begonnen. Heut bin ich an einer Position angelangt, die mich befähigt den nächsten großen Abschnitt zu entdecken. Dies will ich gerne mit Euch teilen.  

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Hier erzähle ich die Geschichte der Auberge Emanuel. Sie ist ein Teil meiner persönlichen Lebensgeschichte. Wie es dazu kam, das erzähle ich in diesem Teil meines Blogs..

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SONNE UND WIND

LAND UND MEER

EINS SEIN MIT ALLEM WAS IST

DAS ERSTE MAL

Ich erinnere mich an meinen ersten Aufenthalt in Korsika, 1995

Wir hatten uns gerade finanziell etwas erholt von einem der zahlreichen Versuche meines damaligen Mannes, dem Vater meiner Kinder, sich selbständig zu machen.

Wir wollten nach den Sternen greifen, unser Leben gestalten in Freiheit,
der Mangel an Geld und das System in unserem Land der Sicherheiten hat uns nicht über den Tellerrand schauen lassen damals.

In Urlaub wollten wir fahren, mit unserem Bus, Lieferwagen für seine Schreinerarbeiten und ausgebaut als kleines Wohnmobil für unsere kleine vierköpfige Familie: 
Vater, Mutter, Tochter und Sohn.

Mein Mann liebte die Berge, die erinnerten ihn an seine Heimat im nördlichen Iran. 
Ich wollte ans Meer, Baden war mir lieber als Klettern.
So wählten wir unser Urlaubsziel:

KORSIKA

Nach der Überfahrt mit der Fähre kamen wir in Bastia an. 
Kreisverkehr. 
Man muss sich entscheiden:

Nach Norden ans Cap?
oder
Nach Westen in die Berge?
oder
Nach Süden an den Strand?

Wir wählten den Süden.
So eine lange Reise hatten wir schon hinter uns mit 2 kleinen Kindern,
einige Tage am Strand würden uns gut tun!

Sekundenschnell gehen die Gedanken. 
Nach Norden ans Cap!
Nicht dieses Mal.
Ich weiß, ich werde eines Tages dort hin fahren! 
Mein Herz ist ganz ruhig mit diesem Versprechen meiner Seele.

Am Sandstrand hatten wir einen traumhaften Platz für unseren Bus: 
Wir standen unter großen Pinien und zwischen unserem Bus und dem Meer waren nur ein paar Meter.

Die Kinder waren happy und wir waren es auch! 
Mein Mann konnte jeden Abend den Grill anwerfen 
und ich zeigte den Kiddies wir man Sandburgen baut.

Natürlich müssten wir nach einigen Tagen weiter, 
der Papa wollte in die Berge und wir wollten ja die ganze Insel sehen!

Corte im Zentrum der Insel war das nächste Ziel. 
Wir könnten hier aussteigen und einen Spaziergang machen, 
aber die Kinder schliefen und so fuhren wir weiter bis sie wach wurden irgendwo in den Bergen.

Es gab halbwilde Schweine die wir natürlich gefüttert haben... 
mit dem restlichen Brot aus Deutschland. 
Dann ging es weiter zur Ostküste.

Kieselsteinestrand! 
Jeder einzelne hat ein anderes Muster! 
Nicht so toll zum Baden für die Kinder, aber toll zum Spielen und Sammeln! 
Zwei von diesen Steinen hab ich heute noch, mehr als 20 Jahre später: grau-weiß-schwarz getupft und kugelrund!

Die Tage vergingen wie im Fluge.
Jeden Abend an einem anderen Strand ging es die Küste entlang nach Süden.

„Jijögerö-mischöjeree! 
Die Ziegen auf der Straße verstehen nur französisch!“
Er hatte Erfolg und die Straße wurde freigegeben.

Unvergesslich:
diese Landschaft in Kombination mit der iranischen Musik aus dem Kassettenrekorder im Bus. 
2 schlafende Kinder, immer dann, wenn es möglich wäre einen Spaziergang zu machen. 
Abends ein Campingplatz am Meer und leckeres französisches Essen im Lokal.

Meine Tochter war damals schon ein kleiner Gourmet.
Ich erinnere mich an Muscheln in Weißweinsoße am Hafen von Bonifacio, wir haben uns die Portion geteilt.
Danach die letzte Nacht auf der Insel.

Bei der Überfahrt am nächsten Morgen gab es Eis für Mama und die Kinder. 
Papa war Fische füttern, 
es war ein bisschen stürmisch.

Über Sardinen und Rom, 
quer durch Italien,
an der Adria entlang 
ging es heimwärts.

Der Alltag in Deutschland hatte uns wieder. 
In meiner Erinnerung der letzte glückliche Urlaub für uns als Familie. 
Einige Monate später war unsere Ehe dabei zu zerbrechen und die folgenden Jahre habe ich einfach gewartet bis es vorbei war.

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